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Tuesday
Aug192014

Unachtsamkeit zahlt sich nicht aus

2014/08/19 Nur kurz nicht aufpassen und schon sind wieder ein paar wertvolle Sekunden in ein unnötiges Bögli investiert. Es ist keine neue Weisheit, die ich letzte Woche an den Wettkämpfen der Studenten-WM in Tschechien wieder einmal lernen musste. Im OL gewinnt, wer am schnellsten rennen kann und am wenigsten Fehler macht. Oder die Fehler wenigstens schneller macht, als die anderen. Und genau da lag das Problem.

Beim Sprint startete ich schnell und kam trotz untypischem Gelände, die ersten Posten standen in einem Zoo, gut zu recht. Die Bahn führte uns dann weiter in ein Wohnquartier mit an sich simplen kartentechnischen Anforderungen. Davon liess ich mich prompt dazu verleiten kurz unachtsam zu sein. Das Resultat: eine Abzweigung verpasst und mal schnell 20 Sekunden an die Konkurrenz verschenkt. Dass ich das Podest in der Endabrechnung nur knapp verpasste ärgerte mich dann fast weniger, als den wirklich vermeidbaren Fehler.

> Rangliste Sprint

Es sollte aber nicht der letzte Fehler bleiben. Am Tag darauf verpasste ich bei der Mitteldistanz zwar keine Abzweigungen, dafür segelte ich zweimal an Posten vorbei. Das Gelände südwestlich von Olomouc war wie geschaffen für eine anspruchsvolle Mitteldistanz. Sehr schnell belaufbare und offene Waldteile wechselten mit grünen Flecken ab, in denen man ganz genau wissen musste, was man macht. Ich genoss die Herausforderung und das Gefühl, vom Start bis ins Ziel wirklich immer arbeiten zu müssen, das was dabei resultatmässig herauskam, war dann aber nicht so ein Genuss…

> Rangliste Mitteldistanz

Die Staffelbahn, im gleichen Gelände wie die Mitteldistanz, meisterte ich dann aber schon besser. Ich konnte die Position, auf der mich Bettina Aebi nach der ersten Strecke in den Wald geschickt hatte halten und Sarina Jenzer als Dritte in einer akzeptablen Position auf die Schlussstrecke starten lassen. Wie gesagt kennt dieses Gelände so seine Tücken und es ist klar, dass man gerade wenn es auf die Entscheidung geht eher fehleranfälliger wird. Sarina hat ihren Fehler zwar schnell gemacht, drei andere Läuferinnen (SWE, CZE und FIN) musste sie aber doch ziehen lassen. So blieb uns zum Abschluss die Ledermedaille und die Gewissheit, dass wir bei der nächsten Staffel wieder angreifen werden!

 > Rangliste Staffel

So, jetzt ist aber fertig gejammert and analysiert, schliesslich gibt es auch noch etwas zu feiern!

Auch wenn es schon am längsten zurück liegt: die Woche in Tschechien startet mit einem richtigen Höhepunkt. Zusammen mit Sarina Jenzer, Martin Hubmann und Matthias Kyburz sicherten wir der Schweiz bereits das zweite Sprint-Staffel Gold an internationalen Meisterschaften. Ich konnte den Vorsprung, den Sarina und Tinu bereits ersprintet hatten verwalten und Chlai mit einem guten Polster auf die letzte Strecke schicken. Gut, das Polster hätte er nicht gebraucht, den Sieg konnte uns niemand mehr wegschnappen!

> Rangliste Sprintstaffel

Nun liegt sie bei mir zuhause, die wirklich schöne Goldmedaille designt von Gabriela Soukalova, und erinnert mich an perfekt organisierte Meisterschaften und ein wenig auch an die Hymne des internationalen Universitätssport-Verband (FISU), die wir bei den letzten Siegerehrungen beinahe schon mitsingen konnten.

> Karten im Kartenarchiv

 

 

Fotos: WUOC (Klára Fajkusová, Michael Vambera, Petr Kadeřávek und Johanka Simkova)

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